Auswertung der Gemeindebefragung jetzt online!
Wie soll unsere Kirche morgen aussehen?
– Ergebnisse der Mitgliederbefragung
Im vergangenen Jahr haben wir alle Mitglieder unserer neuen gemeinsamen Kirchgemeinde eingeladen, sich an einer Befragung zur zukünftigen Gestaltung unserer Kirchenarbeit zu beteiligen. Hintergrund war die Vereinigung der bisherigen Teilgemeinden – der Martin-Luther-Kirche Markkleeberg, der Auenkirchgemeinde Markkleeberg und der Kirchgemeinde Großstädeln/Großdeuben – zur evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Markkleeberg. 117 Gemeindeglieder haben ihre Stimme abgegeben. Auch wenn dies nur 3,5 % unserer Mitglieder sind, geben die Antworten wertvolle Hinweise für unseren weiteren Weg.
Wer hat sich beteiligt?
Die Mehrheit der Rückmeldungen kam aus der Altersgruppe der 41–65-Jährigen, gefolgt von den über 65-Jährigen. Jüngere Mitglieder waren deutlich weniger vertreten. Das zeigt: Unsere aktive Mitte trägt derzeit das Gemeindeleben. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig die Arbeit mit jüngeren Generationen für die Zukunft unserer Kirche ist.
Was wünschen sich die Mitglieder?
Viele Gemeindeglieder schätzen den klassischen Sonntagsgottesdienst mit vertrauter Liturgie und traditioneller Musik. Die Zeit zwischen 10 und 12 Uhr bleibt für die meisten ideal. Zugleich besteht Offenheit für neue oder ergänzende Formate – etwa Familiengottesdienste, thematische Angebote oder Andachten am späten Nachmittag bzw. Abend. Vielfalt wird begrüßt, solange Bewährtes erhalten bleibt.
Auch beim Thema Musik zeigt sich ein klares Bild: Die große Mehrheit wünscht sich Orgel- und Chormusik oder eine abwechslungsreiche Gestaltung. Moderne Lieder finden ebenfalls Zuspruch, allerdings in geringerem Umfang. Das Abendmahl wird mehrheitlich als wichtiger, aber nicht zwingend wöchentlicher Bestandteil des Gottesdienstes gesehen.
Was bedeutet das für unsere Zukunft?
Die Ergebnisse machen deutlich: Es gibt keine radikale Reformforderung. Kontinuität und Verlässlichkeit sind vielen wichtig. Gleichzeitig wünschen sich verschiedene Gruppen unterschiedliche Schwerpunkte. Daraus ergibt sich die Chance, unsere drei gemeindlichen Standorte weiter zu profilieren und Angebote gezielt auszubauen.
Für die kommenden Jahre wurde ein „Zielbild 2030“ formuliert. Es setzt auf:
· eine stärkere Einbindung der 21–40-Jährigen,
· generationengerechte und projektorientierte Angebote,
· eine lebendige Engagementkultur mit klaren Mitwirkungsmöglichkeiten,
· eine sinnvolle Ergänzung durch digitale Formate,
· sowie eine nachhaltige organisatorische Struktur.
Die Junge Gemeinde wurde im Anschluss nochmals gesondert eingeladen, sich an der Befragung zu beteiligen. Es ergab sich ein sehr ähnliches Bild der Wünsche und Erwartungen an das gemeinschaftliche Zusammensein in unserer Gemeinde.
Kirche lebt von Gemeinschaft. Die Befragung zeigt: Unsere Gemeinde verfügt über eine treue und engagierte Basis. Wenn es gelingt, weitere Menschen – insbesondere jüngere – einzuladen und einzubinden, kann unsere Kirchgemeinde auch in Zukunft ein lebendiger Ort des Glaubens und der Begegnung bleiben.
Steffen Sonnenberg/Eva Sonnenberg
Wenn Sie noch einmal genauer hinschauen möchten: hier finden Sie die Präsentation.
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